Freitag, 17. März 2017

Lang - Länger - Clifton - Der Clifton 3 im Test


Auch in diesem Winter bekam ich von HOKAONEONE die Chance, das Facelift des Clifton in der neuesten, nun dritten Version zu testen.


Der Clifton 2, sein Vorgänger, ist bis heute mein absoluter Lieblingsschuh in meiner nicht gerade kleinen Sammlung.

Wie also würde sich sein Nachfolger machen? Könnte ich also meine langen Vorbereitungsläufe und eventuell den nächsten Marathon oder auch den Rodgau 50 wieder mit diesem Schuh laufen?

Der Test beginnt mit einer Enttäuschung. Warum in aller Welt musste man bei einer Weiterentwicklung den Schuh schwerer machen?


Sein Vorgänger war ein Wunder an Passform, Halt und Leichtigkeit. Wieso hat man diese Vorteile geopfert? Muss ein ohnehin saubequemer Schuh noch bequemer gemacht werden? Manchmal kann man auch verschlimmbessern!

Was mache ich nun mit diesem Schuh? In die Ecke schmeißen wäre die eine Variante, ich entscheide mich für eine andere:
Zuerst kaufe ich mir im Sale einen neuen Clifton 2, denn man weiß ja nie! Und dann beschließe ich, den Schuh unvoreingenommen von seinem Vorgänger zu testen.


Also wird  der Schuh kurzerhand noch vor dem Frankfurt Marathon geschnürt, als der 32 km Lauf vor dem Frankfurt Marathon auf dem Programm steht. Und siehe da, es geht. Und so spule ich seitdem in gewohnter Manier weiterhin meine langen Läufe ausschließlich mit Clifton Modellen ab.






Die Sprengung des Clifton 3 wurde unverändert bei 5 mm belassen und beim Komfort ist die durchgehende, formgepresste EVA-Zwischensohle ohnehin kaum zu überbieten.

Nur der Raum im Vorfuß ist selbst für meine Plattfüße extrem groß und wird mir im Laufe der Vorbereitung noch einige kleinere Probleme bereiten. Auch das Obermaterial und die Fußkappe empfinde ich als relativ starr und wenig geschmeidig, auch wenn die bekannte nahtlose Speedframe-Konstruktion verwendet wird.

Dazu kommt das etwas höhere Gewicht, dass die Langen Läufe spezielle auf den letzten Kilometern doch deutlich anstrengender macht.


Wie ich das so beurteilen kann? Zwei mal habe ich den Clifton 3 im Büro vergessen und muss auf den Vorgänger zurückgreifen. Sofort habe ich das Gefühl einer Vertrautheit zurück und fühle mich wesentlich leichter unterwegs.

Nun zu den Blessuren: Einmal hebe ich mir den kleinen Zehnagel ab, der sich unbewusst im Obermaterial verhakt hat und in der letzten Woche schaffe ich es, zum ersten Mal meinen großen Zeh zu demolieren. Durch Reibung am Obermaterial entsteht eine riesige Blase und dann wird auch noch irgendwie meinen Zehnagel nach oben geschoben. Ein Gefühl, dass für mich völlig neu ist.

Warum halte ich das aus?
Meine Sprunggelenke waren zu Beginn meiner Laufkarriere die Schwachstelle meines Laufkörpers. Das hat sich grundlegend geändert, seitdem ich die längeren Trainingsläufe vorzugsweise in Schuhen von HOKAONEONE bestreite. Ich habe weder während des Laufes noch am folgenden Tag Schmerzen und auch muskulär geht die Erholung relativ zügig vonstatten.

Und in die Reihe dieser Schuhe reiht sich der Clifton 3 großartig ein. Zwar werde ich ihn wegen seines Gewichtes nicht im Wettkampf einsetzen, aber für lange Läufe im Training bleibt er erste Wahl.
Außerdem ist der Clifton kein reiner Straßenschuh, er lässt sich auch sehr gut auf befestigten, manchmal auch unebenen Waldwegen laufen, ohne dass sich der Komfort nachhaltig verändert. Niemals habe ich das Gefühl der Unsicherheit, wie man es vielleicht bei der optisch gewaltigen OVER SIZE-Mittelsohlenkonstruktion befürchten könnte.






Mittlerweile zeigt die Sohle nach 450 Kilometern schon die HOKA-typischen Abnutzungserscheinungen, aber dem Laufgefühl tut das wie gewohnt keinen Abbruch. So werden die Schuhe die gewohnten 750 km für mich durchhalten.






Fazit: Der Clifton 3 ist ein sehr guter Allrounder und hervorragend für lange Trainingsläufe geeignet. Er ist nicht zu weich, wie mancher wegen der hohen Plateausohle meinen würde. Verbesserungswürdig wären aus meiner Sicht das Gewicht und der selbst für meine Füße recht große Fußraum. Nach wie vor mangelt es den Sohlen an langer Haltbarkeit, allerdings konnte ich beim Komfort keine Qualitätsverschlechterung feststellen.


Ich würde persönlich zwar das Vorgängermodell vorziehen, aber trotzdem bleibt der Schuh ein klarer Kauf.









Mittwoch, 18. Januar 2017

Spiridon Silvesterlauf Frankfurt - Schön mit Wermutstropfen

Und da war es passiert. Ob es sich nun um eine Unaufmerksamkeit das Streckenpostens oder um eine falsche Information seitens der Streckenverantwortlichen handelte, wird im Nachhinein schwer zu ermitteln sein.


Jedenfalls wurden beim letztjährigen Silvesterlauf des Spiridon Frankfurt alle Teilnehmer nach etwa 4,5 Kilometern auf eine falsche Strecke geschickt.


Mit viel Glück allerdings blieb den Teilnehmern das Schicksal erspart, der im Oktober beim Mainuferlauf die Läufer der 5 km Strecke falsch abbiegen ließ und damit das Rennen völlig irregulär machte.

Am Schluss liefen alle Teilnehmer die gleiche, um 300 m zu kurze Strecke und somit kann man zumindest von einem fairen Wettkampf sprechen.
Jetzt möchte ich hier auf keinen Fall den vielen ehrenamtlichen Helfern einen Vorwurf machen. Im Gegenteil: Ohne deren unermüdlichen Einsatz bei Wind und Wetter könnte keine noch so professionelle Laufveranstaltung stattfinden.


In der Regel starten viele Teilnehmer hier zu ihrem ersten 10 km Lauf und auch viele semiprofessionelle Läufer testen Form und Zeit, da der Silvesterlauf offiziell vermessen und damit das Ergebnis bestenlistenfähig ist.

Jedenfalls hagelte es jede Menge "Bestzeiten", die sich letztendlich als Muster ohne Wert herausstellten. Auch viele Hobbyläufer, die ja in erster Linie nicht um Platzierung, sondern für und gegen sich selbst laufen, waren enttäuscht.
Bei einigen Erststartern gab es ebenfalls lange Gesichter, denn der erste 10km Lauf ist ja auch ein Meilenstein, an dem man sich in Zukunft sowohl mit der zurückgelegten Strecke auch mit der erreichten Zeit messen möchte.
Viel Spaß als privater Pacemaker
Vielleicht sind in den letzten Jahren einige Events einfach zu glatt gelaufen und gerade Veranstalter großer Läufe können ein Lied davon singen, was alles schief gehen kann. Deshalb meine Bitte an alle Ausrichter: Seid sorgsam mit euren Teilnehmern und informiert eure Helfer sorgfältig. Auf das sich die Pannen nicht wiederholen!


Natürlich darf man die ansonsten perfekte Organisation nicht vergessen und auch die Qualität der Strecke war trotz des überraschenden Schneefalls erstklassig. So hatte man unterwegs und rund um die Wintersporthalle die Gelegenheit, umfangreich zu fachsimpeln und den Lauf zu genießen.




Fotos: Frankfurt Marathon, eigene

Dienstag, 29. November 2016

Medaillendisplay der besonderen Art - Mit Weihnachtsverlosung

Seid ihr noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für einen Läufer oder eine Läuferin? Dann habe ich hier etwas besonderes für euch oder eure Liebsten.

Vor kurzer Zeit erreichte mich die Anfrage der deutschen Firma BelMoya, ob ich mir nicht ihre Medaillendisplays anschauen und bewerten wolle.

Ich persönlich hatte mir vor etwas mehr als einem Jahr noch ein Display aus England besorgen lassen, weil zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch keine Exemplare erhältlich waren und erst bei der diesjährigen Marathonmesse bot ein Aussteller entsprechende Modelle an.






Endlich ist ein schöner Platz gefunden für die bisher leider in Kartons ein Schattendasein fristenden Zeichen der Anerkennung meines Läuferlebens.


Doch was soll an diesen Displays jetzt schon besonderes sein? Schon beim Eintreffen des Testexemplars kann ich feststellen, dass dieses deutlich schwerer ist, als seine Mitbewerber auf der anderen Seite des Kanals. Bei fast 4 mm Stärke könnte man wahrscheinlich auch mittlere Betonklötze ansprechend präsentieren.





Auch ist hier nicht einfach ein Muster aus einem Stück Stahl- oder Aluminiumblech ausgestanzt. Bei den 3 angebotenen Varianten handelt es sich allesamt um aus per Lasertechnik aus massivem Stahl geschnittene Exemplare, die dann anschließend silberfarben pulverlackiert werden. Alles in allem ist das Medaillen-display absolut hochwertig. Die Montage ist denkbar einfach. Selbst bei den Schrauben und Hülsen setzt BelMoya auf Qualität. Selbst wenn der Bohrschrauber mal abrutscht, die Kreuz- schrauben sehen 1a aus. Zwei 6mm Löcher gebohrt, Schrauben mit Hülsen durchgesteckt und alles hält bombenfest.

Die Medaillenhänger werden in den drei Varianten Runner, Winner und Finisher ausschließlich bei einem bayerischen Metallbauer gefertigt und sind damit von Idee bis Ausführung echt Made in Germany. Damit ist wohl  ausgeschlossen, dass kleine Kinderhände bei der Fertigung mitgeholfen haben. Mit € 27,90 für das kleinere und € 34,90 für das größere Display sind auch die Preise absolut fair.

Habe ich euer Interesse geweckt? Dann könnt ihr an dieser Stelle euer Wunschexemplar gewinnen.

Um an der Verlosung teilzunehmen folgt meinem Blog über den Link rechts oben und beantwortet im Kommentar auf dieser Webseite bis zum 10.12.2016 folgende Frage:

Welchen Text soll die Firma BelMoya als Nächstes für ihre Medaillen-Displays anbieten?

Vergesst bitte nicht, eure E-Mail Adresse im dafür vorgesehenen Feld (wird nicht angezeigt)  anzugeben, damit ich Euch im Gewinnfall benachrichtigen kann. Am 11.12. werde ich dann per Zufallsgenerator den Gewinner ermitteln. Sollte ich den Gewinner nicht benachrichtigen können oder innerhalb von 48 Stunden keine Antwort auf meine Email erhalten, werde ich erneut auslosen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Kein Glück gehabt oder ungeduldig? Dann könnt ihr im hier im Webshop unter der Angabe des Rabattcodes MagicMike2311 € 5,-- auf jede Bestellung sparen.

Disclaimer: Mein Exemplar wurde mir von BelMoya kostenlos und ohne Vorbedingungen zur Verfügung gestellt. Erst nachdem ich mich von der Qualität überzeugt habe war ich bereit, diesen Produkttest zu schreiben. Dieser spiegelt meine persönliche Meinung wieder und wurde von mir 100% unabhängig verfasst.